Wolfire, ein Distributor für Indiespiele verkloppt gerade eine kleine nette Samlung von Indiespielen, alle für Windows/Linux/OSX. Den Preis kann man selbst bestimmen, wer mag bezahlt 5$ oder 20$ oder 200$. Ab 100$ gibs ein T-Shirt und eine Mitgliedschaft in der EFF. Links gibts Hier.
Jow; und World of Goo ist (nochmal) mit dabei. Und Aquaria schaut gut aus:
Kommen gerade aus Alice im Wunderland 3D zurück. Die Mitgängerin fand ihn sehr prima, weil der Film sehr feministisch war und endlich auch mal ein Mädchen eine Hauptrolle spielte und wichtige Sachen tut und macht. (Der Ultimative Test für feministische Filme ist übrigens, dass zwei Frauen vorkommen müssen, die sich unterhalten, und es in dem Gespräch nicht um Männer gehen darf). Meiner Meinung war der Film eher doof, 3D reicht nicht. Konnte Avatar noch das Wow schlecht hin für schöne Grafik und 3D einsammeln reichte es hier für ein “hübsche Bilder, mmm die Story hätte man auch in 20min erzählen können”. Johnny Depp musste sinnfreie Wortspiele* aufzählen und einen albernen Tanz aufführen der mit seinen 10sec kurz vor Schluss einfach nur eingeschnitten wirkte. Der Spannungsverlauf war nicht etwa steigend sondern so eine Art Sinuskurve. Kurz vor Schluss einer jeden Minihandlung (etwa Angriff von großem Tier was später plötzlich und ohne erkennbaren Grund zum besten Freund wird) wird Alice in die nächste Minihandlung geschubst (gehe nach Süden, äh Norden, reite auf einem Hut).
Dann lieber American McGee’s Alice oder Elephants Dream für einen graphisch interessanten Film.
Achja, ich hab nix gegen feministische Filme, aber mir glaubt ja keiner.
* die Wortspiele sollen im Buch auch vorkommen und dort schon doof sein, ich geb zu ich las es nie.
Wie cool, Giana Sisters fürs DS. Und ich hab das DS verliehen. Damnit.
Auf irgendwelchen Parties wurden wir immer mit einem Machinae Supremacy-Remix vom Giana-Sisters Titelsong genervt. Jetzt nerve ich die Leute mit diesem Remix. (Manchmal, spät, bei nerdigen Veranstaltungen). Gibt es hier
Kam gestern Abend so mirnichtsdirchnichts im kleinsten Saal der kleinen Bühne. Ich natürlich vom Titel her angezogen, war es dann doch sehr anders, als man es sich vorher dachte. Vorne dieser Kerl (von dem ich jetzt weiß, dass er Schauspieler ist und Clemens Schick heißt), eine Brille, ein Tisch und zwei Wasserflaschen. Nach holprigem Start einer Ich-Spring-Jetzt-Ins-Wasser-Szene wurde es böse und lustig. Hineinversetzen in das Leben von Bill G. in seinem riesenteuren Haus mit Zentralcomputer; Leben in Kokons, welche das Haus generiert; die Nachteile von gemachten Kompromissen; das kleine Adoptionsafrikanerkind, dem ab und zu Wasser hingeworfen wurde, wenn die Flasche leer war auch gern mal diese, als Fussball und viel Improvisation. Außerdem wissen wir jetzt die Analogie zu knüpfen, dass wenn die letzten Züge nach Berlin um 8 fahren, wieso es in Zukunft immer mehr Nachmittagsvorstellungen gibt.
Dass die Begehungen in Chemnitz für 2009 abgesagt wurden, scheint irgendwie überhaupt nicht in der Blogosphäre angekommen zu sein. Auf der offiziellen Seite befindet sich eine Stellungnahme zu einem Freiepresse-Artikel, dass das Kulturfestival in Chemnitz wegen mangelndem Engagement und hohen Kosten nicht stattfinden kann. Über das fehlende Engagement lässt sich streiten, wenn ich mir jedoch überlege, mit welchem hohen Etat (200.000€!) Chemnitz Imagekampagnien durchführt, dann wegen blöden vierstelligen Preisen für Strom etc. das einzige Kunstfest zu blockieren regt das schon auf. Im Gegensatz zu regulären Stadtteilfesten (z.B. BRN Dresden) standen auf den Begehungen jedenfalls nicht nur Kleinkünstler und Partyzelte, sondern Fotographen, Maler, Konstruktionen. Etwas womit sich Chemnitz durchaus rühmen könnte. Wenn es denn wöllte. Stattdessen wird der Brühl weiter dem Verfall preisgegeben, um ihn eventuell irgendwann wieder zu sanieren – bloß wer soll da dann wohnen? Junge, Arme, Kreative wohl nicht.
P.S. Chemnitz hat es in die Zeit geschafft. (Quelle)
see the play! was very funny. they cry at each other, they smoke, they joke, they dance and they drink – all when not recitating corny lyric fragements. :) there will be additional dates in future, e.g. in the hygiene museum.
Ordnung was ist das? Ähnlich wie die Gesundheit, welche die Abwesehenheit von beeinträchtigenden Krankheiten ist, die Abwesenheit von beeinträchtigenden Unordnungen? Was sind dann Unordnungen? Nun, eine Unordnung – das kann alles sein was an sich da ist. Charakteriesierend wirkt hier die Eigenschaft des Störens. Also: Ordnung – die Abwesenheit von störenden Dingen, Eigenschaften.
Was stört denn so alles? Nun, das hängt vom Betrachter ab (Ok,ok, Ordnung ist also Betrachterabhängig) im Moment vielleicht folgendes
störend: die trokenheit der grünpflanzen am fenster, wie warme Luft draußen, die L. die dauernd herumlaufen, die vielen Kabel an der Tastatur und Maus und Maschinerie
nichtstörend: das große fenster hier, die kühle Luft drinnen, die L. die hier herumsitzen und irgendwas schreiben, Tastatur und Maus
Heute früh las ich ein Buch bzw. Bildband über den International Style von dem man einige Elemente portieren kann in die obige Unterscheidung zwischen störend und nicht störend. Schlussendlich ins Private, eigentlich alte Laier; umräumen zur Ordnungsfindung. Schlussschlussendlich in die Technik; die derzeit oft wenig abstrakt wirkt; wenn man von einigen wenigen web’20-Unernehmen absieht. Aber das mach ich ein andernmal.
nicht störend:
- klar, hell
- räumlich, nicht oberflächlich
- abstrakt
das buch war recht unterhaltsam. man darf nicht alles zu ernst nehmen, eventuell ist eine festanstellung für die meisten doch noch das ziel nummer 1. ich kann es leider garniemanden verleihen, da warten schon drei.